Die Harvard-Rede der Kanzlerin
Viel Lob um nichts
Die Bundeskanzlerin hat eine neue Ehrendoktorwürde verliehen bekommen. Es ist die sechzehnte Auszeichnung dieser Art für Angela Merkel. Erstmals ist sie jetzt Würdenträgerin einer international renommierten Eliteeinrichtung aus den Vereinigten Staaten, verliehen durch die renommierte private Harvard University in Cambridge/Boston im Bundesstaat Massachusetts. Mit den 16 Verleihungen ist aber der Abstand zu einigen ihrer Vorgänger, was die Anzahl der Ehrendoktorwürden betrifft, noch groß. Helmut Schmidt bekam 24, Konrad Adenauer 23 und Helmut Kohl 20 entsprechende Auszeichnungen. Insbesondere Konrad Adenauer erhielt von seinen 23 Verleihungen allein 9 Ehrendoktor-Auszeichnungen durch verschiedene Eliteuniversitäten der Vereinigten Staaten. Dies soll die jetzt erfolgte Ehrendoktorwürde für Merkel durch Harvard keineswegs schmälern, aber im Hinblick auf das euphorische Echo deutscher Medien doch etwas relativieren.
Gravierende Unterschiede in der Wirtschaftspolitik
USA und Deutschland – die wirtschaftspolitische Entwicklung
Während in Deutschland zur wirtschaftlichen Entwicklung Katzenjammer angesagt ist (Verbände und Unternehmen kritisieren heftig die Bundesregierung), vermelden die Vereinigten Staaten zahlreiche Erfolge. Was machen Merkel & Co schlecht, was ist das Erfolgsgeheimnis von Donald Trump in seiner Wirtschaftspolitik? Der nachstehende Beitrag unternimmt den Versuch einer Bestandsaufnahme.
Chinas neue Seidenstraße – Chancen für Europa
Am Investitionsvolumen partizipieren
Als im Herbst 2013 Chinas Präsident Xi Jinping die Initiative „Neue Seidenstraße One Belt – One Road“ proklamierte, hat die westliche Politik dieses Vorhaben nicht verstanden und als Nebensache einer Nostalgie zur Kenntnis genommen. Gewiss, so Meinungen im Westen, wolle China mit dem Projekt an seine große Vergangenheit erinnern. Doch dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas ging und geht es um mehr! Mit einem im Jahr 2018 erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 14.093 Milliarden $ ist China inzwischen die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt (nach den USA mit 20.413 Milliarden Euro). Die erreichte Position will Xi Jinping durch die Erschließung neuer Märkte festigen und ausbauen. Das „Reich der Mitte“ knüpft mit der Seidenstraßen-Initiative an seine glorreiche Geschichte an. Doch die Gewinnung neuer Handelspartner soll behutsam erfolgen. Die chinesische Führung will nicht als bestimmender neureicher Staat auftreten. Man sei bei allen erreichten Erfolgen immer noch ein Land im Aufholprozess.
Bankfusionen haben in Deutschland ihre Tücken
Deutsche Bank und Commerzbank – wo liegt der Sinn?
Der Versuchsballon einer Fusion der beiden größten deutschen Privatbanken wurde von der Politik – und offenbar aus dem Bundesfinanzministerium – gestartet. Ob Finanzminister Scholz über das Fusionsmodell die seit der Finanzkrise gehaltene Beteiligung bei der Commerzbank weghaben oder zumindest reduzieren will, darf man vermuten. Doch was bringt für die Institute selbst ein Zusammengehen?
Eine Idee hat sich überlebt
Der politische Aschermittwoch
Vilshofen und Passau – die niederbayerischen Nachbarstädte an der Donau waren einmal ein Markenzeichen der politischen Folklore am Aschermittwoch. Begonnen hat alles vor hundert Jahren, am 5.3.1919, in Vilshofen. Der Bayerische Bauernbund, eine ehemalige Partei der Landwirte, organisierte am Aschermittwoch eine Versammlung mit politischen Forderungen. Doch über Niederbayern hinausgehend, hatte der Vilshofener Aschermittwoch in seinen ersten vierzig Jahren nach der Gründung eigentlich keine überregionale politische Bedeutung.