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WirtschaftsReport Oktober 2011

WirtschaftsReport Oktober 2011 WirtschaftsReport Oktober 2011

Kann es sein, darf es sein, dass private Winzlinge (und nichts anderes sind Ratingagenturen im Vergleich zu großen Firmen und Volkswirtschaften der Länder) über das Wohl und Wehe in den Vereinigten Staaten, in Frankreich, Deutschland und anderen Staaten durch nicht nachvollziehbare Ratings bestimmen? Nein, dies darf nicht sein! Die Struktur der Ratingagenturen muss geändert werden; zu oft haben sie Entwicklungen, Finanzprodukte und Länder leichtfertig falsch beurteilt. Bonitätsprüfungen sind notwendig, gehören aber nicht auf den „Marktplatz“ – findet „Der WirtschaftsReport“ in seinem Kommentar auf der Titelseite der Oktober-Ausgabe 2011.

Schwerpunktthema der Oktober-Ausgabe ist aber die Energiewende in Deutschland. Wir bringen eine erste Zwischenbilanz. Erneuerbare Energien ja – aber der Weg dorthin ist steinig (Seiten 2 und 5). Priorität muss die Versorgungssicherheit haben. Auch künftig wird die saubere fossile Stromerzeugung eine wichtige Sicherheitssäule im Energiemix darstellen. Vor allem Gas wird eine Schlüsselfunktion einnehmen. Der jetzt in Betrieb genommene erste Strang der Nord Stream-Pipeline soll die Energiesicherheit festigen (Seite 6). Es bleibt zu hoffen, dass auch künftig die Russen ihr Gas nicht als strategisches Einflusspotential einsetzen.

Siemens und Eon setzen im bayerischen Irsching durch das im September 2011 in Betrieb genommene Kraftwerk Ulrich Hartmann in der Gasverstromung Maßstäbe. Die neue „Weltmeister“-Turbine von Siemens mit dem höchsten Wirkungsgrad trägt dazu bei, dass Irsching IV zum neuen Mekka der Energiefachleute wird (Seiten 3 und 4).

Letzte Änderung am Freitag, 21 April 2017 11:33
Günter Spahn

 Herausgeber und Chefredakteur Zielgruppen-Medien Verlag